Im Jahr 93 ging ein Stern auf

von den Haaner Kerborsche 1994

Es galt das traditionelle, von uns wieder ins Leben gerufene, Amt der Vorkerbborsche neu zu besetzen. Aus anfänglich 42 Bewerbern wurden 27 zum Vorstellungsgespräch geladen.

Nach kurzer Einführung in die Unternehmensphilosophie wurden wir mit der nötigen Berufskleidung und spezifischen Arbeitsmitteln ausgestattet. Hierzu gehörten die Firmenfarben in Form eines gelben T-Shirts mit dem Logo des 275.-jährigen-Firmenjubiläums, einer schwarzen Hose, zur Absicherung herabfallender Gegenstände ein stabiler Strohhut, eine Stofffahne zur Identifizierung als „Bewerber“ auf dem Firmengelände und zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen ein mit Äppelwoi gefüllter, grauer Tonkrug mit blauer Aufschrift.

Wie durch ein Wunder schafften es alle Bewerber durch den Eignungstest! Zur Einstellung wurden wir auf der dienstägigen Betriebsversammlung der Menge nass und feuchtfröhlich präsentiert, der Zusammenhalt war unverkennbar! Leider musste sich die Unternehmensführung innerhalb der Probezeit von sieben Bewerbern wegen schlechter Führung trennen.

Der Berufsschulunterricht wurde demnach mit 20 Personen angetreten. Hier galt es die erforderlichen Fachkenntnisse zu erlernen. Paradedisziplin war hier der starke und ausdauernde, männliche Gesang! Im Zuge endloser Sitzungen legten wir unsere Zwischenprüfung ab und bereiteten uns auf die Abschlussprüfung vor!

Hier ging der Stress erst richtig los: Donnerstags ging es in den Wald, um die sogenannten „Kerbbeeem“ zu schlagen, mit denen alljährlich das Firmengelände geschmückt wird. Abends bezogen wir unser Trainingscamp, von wo aus die anstehenden Aktivitäten koordiniert und ausgeführt wurden. Freitags bekamen wir unsere „Abschlussuniform“: Die schwarze Hose blieb, ein weißes Hemd kam hinzu, die Fahne kennzeichnete jetzt die „Abschlussklasse“ und eine Schärpe stand für die verschiedenen Abteilungen. Abends begannen wir die Prüf-Phase mit einer kurzen Ansprache, worauf sich so viel Begeisterung von Seiten des Prüfungsausschusses breit machte, dass der Kantinenchef gleich eine „Lokalrunde“ schmiss! Fortgesetzt wurden die Prüfungen am Samstagmorgen und zogen sich bis zum späten Mittwochabend in die Länge. Den krönenden Abschluss bildete die Rede vor dem Prüfungsausschuss, der die erhofften Ergebnisse mit tosendem Beifall bestätigte! Wir wurden somit in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Jedoch war unser Leistungsgedanke nicht befriedigt. 18 Mann meldeten sich somit nach den geforderten Berufsjahren zur Meisterprüfung an.

Stationen waren hierbei die Zwischenprüfung im Jahre 99, die gleichzeitig mit unserer 5-jährigen Firmenzugehörigkeit einherging! Hierzu wurde das komplette Freizeitgelände des TVD angemietet um das Ereignis fröhlich, friedlich und ausgelassen zu begießen. Auf dem weiteren Weg zur Meisterprüfung zeigten wir soziales Engagement in der Organisation eines Fußballturniers für die alkoholauffälligen Mitarbeiter unseres Firmenimperiums. Seit 2001 tragen wir hiermit auch deutlich zur Prävention der heranwachsenden Jugend bei und sorgen für absolute Integrität und Mitarbeitermotivation in unserem Unternehmen.

Nach erfolgreich abgelegter Meisterprüfung im Jahre 2004 hatten wir die Geschäftsräume der Abschlussklasse von 1986 zur Verfügung gestellt bekommen, um mal wieder ein berauschendes Fest zu geben. Es war ein schöner Abend und eine gelungene Abschlussfeier.

Über unseren weiteren Werdegang werden wir zu gegebenem Zeitpunkt gerne berichten…

Wir sind schon GUT!!!

Ole, 94´er!

Zeit bis zum Bieranstich 2017:

69 Tage - 9 Std. 10 Min.

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